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Der Texaner [VHS]

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Während des amerikanischen Bürgerkrieges überfallen Unionisten die Farm des Südstaatlers Josey Wales und löschen dessen gesamte Familie aus. Aus Rache schließt sich Josey daraufhin einer Gruppe von Südstaaten - Guerillas an. Dies führt dazu, dass er nach dem Krieg nicht wie die Südstaaten - Soldaten ins Zivilleben zurückkehren kann. Als Guerilla - Kämpfer ist er ein Outlaw, ein Verbrecher, der von der Justiz gejagt wird. Auf seiner Flucht gerät er ohne sein Zutun in eine Schießerei in einer Gemeinde von Ausgestoßenen und Vergessenen.

- Richard T. Jameson

Dem Publikum gefiel es. Den Kritikern auch. Seine Vorliebe für großkalibrige Waffen ist in diesem Film nicht zu übersehen und viele Charaktere existieren nur um entweder eine große Waffe zu tragen - oder um Eastwood als Kanonenfutter zu dienen.

Es war jedoch der erste Film, der ihm auch von Seiten der Kritik Anerkennung brachte.

In dem Kameramann Bruce Surtees fand Eastwood jedoch einen Verbündeten im Geiste, der den Film exakt nach Eastwoods Vorstellungen ins rechte Bild setzte und auf diese Weise ein beeindruckendes Porträt des Lebens an der Grenze zwischen Zivilisation und der Wildnis erschuf.

Wales findet einen neuen Lebenssinn darin, den Krieg, den diese Ausgestoßenen in ihrer Gemeinde untereinander jeder gegen jeden führen, zu beenden - um auf diesen Weg seinen eigenen Frieden wieder zu finden.
Der Texaner aus dem Jahre 1976 war Clint Eastwoods 31. Film als Schauspieler, sein zwanzigster als Star und fünfter als Regisseur.

Zuerst war Philip Kaufman für die Regie vorgesehen, dieser wurde jedoch während der Vorproduktion durch Eastwood ersetzt, was zunächst für wenig Begeisterung unter den Kritikern sorgte.
  • 15 Bewertungen: 4.5




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unglaublich mieser Ton
Mir unverständlich wieso die besten Filem aller Zeiten oftmals so mies produziert werden - auf DVD versteht sich. Der Ton ist eine Zumutung und es würde mich nicht wundern wenn bei einer späteren BluRay Version wider der selbe Müll abgeliefert wird- schröpfen-schröpfen-schröpfen....

Gerne würde ich nur einen Punkt vergeben.......da der Film an sich aber der beste Eastwood aller Zeiten ist, will ich gnädig sein und verteile 3 Punkte....
 
  Ja, gut, aber ...
Zweifellos ist das ein wirklich guter + sogar anspruchsvoller Film, ich könnte darüber nichts sagen, was nicht schon in allen anderen (positiven) Rezensionen gesagt wurde. Ich habe ihn mehrmals gesehen + würde das auch nochmal tun. Aber: Der Farmer passt hier nicht hin. Aus einem friedlichen, jahrelang hart ackernden Farmer wird vielleicht mal ein Outlaw, aber doch nicht so einer. Die Selbstsicherheit + Treffsicherheit bringt man sich nicht in einem Jahr zuhause an Holzpfählen bei + ein Charakter mit dieser Integrietät, Überblick + Verwegenheit hätte sich auch im vorherigen Leben nicht als Farmer versucht. Im Grunde ist das zwar noch vor dem Vorspann abgehandelt, zerstört aber doch schon am Anfang den Mythos, den der Streifen eben auch rüberbringen soll.
 
Ließ Eastwoods Potential als Regisseur erahnen..
...fast 35 Jahre später stehen 4 Oscars, 6 Nominierungen und mehrere Golden Globes in seinem Regal.

"Der Texaner" (wieder mal völlig unpassender deutscher Titel) erzählt zwar die übliche Rächergeschichte im wilden Westen, allerdings auf eine wesentlich interesantere und dramatische Art.
Der Farmer Josey Wales muß miterleben wie seine Familie während des amerikanischen Bürgerkrieges von Nordstaaten-Irregulären umgebracht wird. Aus Verzweiflung schließt er sich den Südstaatenpartisanen an und erlebt im Vorspann den Bürgerkrieg auf dieser Seite. Schon allein das ist eine besonderheit im Genre, den dadurch wird er selber zu dem was seine Familie umgebracht hat, nur eben auf der anderen Seite der Front. Dabei kommt in einer kurzen Sequenz auch der historische William T. Anderson vor, der sich seinen Spitznamen "Bloody Bill" mehr als verdiente.

Bei Kriegsende steht Wales ohne jeden Halt dar und kann nichts weiter tun als weiter Krieg zu führen wobei er als Identifikationsfigur natürlich sympathischer angelgt sein muss als seine Verfolger.

Auf seiner Flucht trifft er episodenhaft auf Gegner wie Freunde und Verbündete(u.a. hat der sehr eindrucksvolle Indianer Chief Dan George nach "Little Big Man" hier seine zweite große Filmrolle). Am Ende kommt es hollywoodlike zum Showdown.

Die große Stärke dieses Filmes ist; nach den Italowestern mit ihren überzeichneten Karikaturen und den Hollywoodwestern ala John Wayne; seine differenziertere Charakterzeichnung des Hauptdarstellers. Wales ist eigentlich ein verletzlicher Durchschnittstyp, der durch den Krieg zu dem wurde der er ist und nun keinen Weg mehr zurück findet. Gewissermassen der erste wirkliche Spät-Eastwood in einer Reihe mit "Erbarmungslos" und "Million Dollar Baby".
 
  Jihaa
Grandioser Früh Western vom Grossmeister Eastwood. Der sonst eher wortkarge einsame Reiter wird in diesem Film (für seine Verhältnisse) zur Quasselstrippe und auch richtig gesellig :-)



Mal wieder im Bürgerkrieg, die Yankees marodieren durch den guten alten Süden und bringen Josey Wales' Familie um. Dieser schwört blutige Rache und schließt sich einer Rebellen Miliz an, von ihrem Anführer verraten kann er mit einem Verletzen Kameraden entkommen. Er schließt sich mit einem alten Indianer und einer kleinen Familie zusammen, sie beginnen eine Ranch zu bewirtschaften, und schließlich kommt es zum Showdown.

Ein absolut spannender Western, mit ausreichend Action und unerwarteten Story Wendungen.

 
Einer von Eastwoods besten Filmen
Vielleicht Eastwoods bester Western. Einer der wenigen Filme, der die Border Wars zwischen Missouri und Kansas thematisiert (Stichwort: Quantrill)und sogar Bllody Bill Anderson einwen Kurzauftritt einräumt .Eastwoodals Rächer seiner ermordeten Familie ist natürlich wieder umwerfend. Bemerkenswert ist das versöhnliche Ende. Vor dem Film erzählt Clint kurz wie wichtig ihm dieser Film ist. Sicherlich auch sein Versuch, das bis heute spürbare Trauma des Bürgerkriegs zu bewältigen. Nach solchen "Spätwestern" fällt es mir jedenfalls schwer, naiven Hura-Patriotismus à la John Ford oder Howard Hawks Professionals anzusehen.