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Der seltsame Fall des Benjamin Button [Blu ray]

9.18


Die technischen Tricks bei Benjamin Button sind schon eine wirklich erstaunliche Sache für den Zuschauer : in jener Geschichte eines Mannes, der rückwärts altert, kommt Brad Pitt als winziger alter Mann auf die Welt, erlebt seine Jugend in mittlerem Alter und wird schließlich voller Altersweisheit immer jünger.

Wie dies Regisseur David Fincher gelingt – mit Hilfe seiner Makeup - Künstler, Effektspezialisten und Körperdoubles – ist ein Grund, weshalb man von der ersten Hälfte des Films so fasziniert ist. Der Film basiert entfernt auf einer Geschichte von F. Scott Fitzgerald (und hat sogar noch mehr Ähnlichkeit mit Andrew Sean Greers Roman Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli ), und er erzählt, wie der junge / alte Benjamin in New Orleans aufwächst, das Mädchen seiner Träume (Cate Blanchett) kennen lernt, mit ihr ein paar Jahre voller Glücksseligkeit verbringt, bis ihre verschiedenen Alterungsprozesse sie in unterschiedliche Richtungen treiben.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich in der zweiten Hälfte des Films, wobei Eric Roths Drehbuch an seine Arbeit bei Forrest Gump erinnert.

Das ist schade, denn Benjamins frühe Jahre stellen eine wundervolle pittoreske Reise dar – vor allem eine Reihe von mitternächtlichen Verabredungen mit einer russischen Dame (Tilda Swinton) in einem stimmungsvollen Hotel. Fincher beobachtet das Ganze mit den Augen eines Insektenkundlers - kühl und präzise – was auch verhindert, dass der Stoff allzu zäh wird. Jedoch wirkt die Rahmenhandlung um Hurricane Katrina ziemlich aufgesetzt, und irgendwie scheint Benjamin in seinen späteren Jahren mehr und mehr von der Leinwand zu verschwinden – seltsam.

- Robert Horton .
  • 179 Bewertungen: 4.0




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Gut, aber zu langatmig erzählt
Es mag jeder für sich entscheiden, ob die etwas langatmige Inszenierung eines David Fincher als besonders akribisch und cineastisch wertvoll anzusehen ist oder ob er einfach nicht auf den Punkt kommt (schon der Vorgängerfilm "Zodiac" zeichnete sich durch Überlänge aus). Mir waren die fast 3 Stunden einfach zu lang. Dafür bot der Film zu wenig Inhalt (Vorlage ist auch nur eine Kurzgeschichte). Die Handlung verlor sich zudem desöfteren in Nebensträngen und Rückblenden. Zwar war der Film nicht wirklich langweilig, aber eine Stunde kürzer hätte auch gereicht.

Ansonsten kann man dem Film wenig vorwerfen. Gute Maske bzw. Special Effects und schauspielerisch überzeugend dargestellt. Insgesamt (besonders am Ende) sehr melodramatisch.

Die Ausgangssituation der "fortschreitenden Verjüngung" ist originell um nicht zu sagen skurril. Aus der Thematik hätte man vielleicht sogar noch etwas mehr machen können. Mir schien es so, als hätte der Regisseur die Grundidee nur als Aufhänger für die Darstellung der Themen, um die es ihm eigentlich geht (Individualität, Liebe, Trauer, Vergänglichkeit) genutzt und vielleicht bewusst gar nicht ganz ausgereizt.

Der Film steht durchaus auf einer Stufe mit thematisch vergleichbaren Filmen wie "Forrest Gump" oder "Big Fish". Mich hätte allerdings die "phantastische" und psychologische Komponente etwas mehr interessiert (was hätte z.B. ein David Lynch aus diesem Film gemacht?). Mir blieb der Film (trotz seiner Länge) insgesamt ein wenig zu oberflächlich.

3,5 Sterne+ Aufwertung wegen der guten technischen Umsetzung auf Blu-Ray.

 
  sehr zäher und spzieller Stoff, nur was für wahre Fans
So einfach mal sich dem Film ergeben und über 2,5h sich fallen lassen, wollte mir nicht gelingen. Die monoton gestrickte Story veranlasste mich bereits nach 30 Minuten ständig auf die Uhr zu sehen.
Der Plot bringt aber auch ncihts vor, was nach Abwechslung ausschaut. Was komisch wirken sollte, wirkte in den seltensten Fällen komisch, da die Darsteller so steif agieren. Da kommt keine echte Inspiration und Freude am schauspielern rüber.
So wirkten auf mich die Darsteller allesamt aufgesetzt und wenig bei der Sache. Lieblos abgespult und fertig.

Aufgrund der öden Erzählweise verpasst man auch nichts wenn man nebenbei die Zeit im Internet verbringt und einen Zeitungsartikel liest. Die Geschichte hätte wirklich an vielen Stellen komprimiert und somit unterhaltsamer gestaltet werden können.

Der technische Aspekt des Films ist ebensowenig auffällig wie der filmische Part. Die Kameraarbeit ist langweilig, die Einstellungen der Standard einer Vorabendserie.
Die Beleuchtung des Films finde ich gelungen. Die dargestellten Lichtverhältnisse passen wunderbar in die verschiedenen Räumlichkeiten.
Make-up und Bühnenbild finde ich widerum nicht herausragend, denn eher der Standard wie er nunmal herrscht.
Toll, Brad Pitt hat man sich verjüngen lassen. Ich zweifle nicht an das es eine Kunst ist das hinzubekommen. Aber das war es im Pakt der Wölfe ebenfalls schon. Auch dort haben Maskenbildner und Make-up Artists in beeindruckender Weise die Darsteller mehr Leben eingehaucht.

Alles in allem ein nur für Fans der Hauptcharaktere zu empfehlender Film. Sehr zäher Erzählfaden, langweilig übermittelt. Taugt aufgrund seiner Überlänge auch nicht unbedingt zu einem Filmabend.
 
Ein langer, ruhiger Fluss
Wie ein langer, ruhiger Fluss fließt der Film dahin, erzählt Geschichten und Geschichten, mal heiter ("Wussten Sie, dass ich 7 mal im Leben von einem Blitz getroffen wurde?"), meistens traurig stimmend. Für die Maskenbildnerei gab es den Oscar für die Masken zurecht.
Die stärkste Szene des Filmes ist die, in der eine Reihe von Zufällen zu einer großen Katastrophe im Leben einer Protagonistin führen.
Bei allem Wohlwollen, mit dem ich diesen seeehr langen Film gesehen habe, gibts dann doch nur 4 Sterne, weil er doch etwas kürzer hätte sein können.
 
  Genial!
Der seltsame Fall des Benjamin Button, ist eine wunderbare Adaption des gleichnamigen Werkes von John F. Fitzgerald. Die skurrile Geschichte ist schnell erzählt. Benjamin Button kommt als Greis auf die Welt und wird im Laufe der Zeit immer jünger. Noch im greisen Alter verliebt er sich in ein junges Mädchen. Auf Grund der ungewöhnlichen Umstände, ist es irgendwann möglich, nach diversen Komplikationen, eine Beziehung einzugehen, da beide Protagonisten gleich alt geworden sind. Das tragische an der Geschichte ist der kurze Moment, der den beiden vergönnt ist. Es ist gleichzeitig das Schicksal Benjamin Buttons. Wie kommt man in einer Welt zurecht, in der die Familie und Freunde immer älter werden und sterben, wenn man selbst zurück bleibt und jünger wird, wenn man den Lebensweg nicht gemeinsam gehen kann und sich nicht gemeinsam weiter entwickelt, sondern stattdessen unweigerlich voneinander weg entwickelt? Das Leben erscheint als eine Aneinanderreihung von Zufällen. Interessant ist, dass die Lebenswege der beiden Charaktere nabeneinander erzählt werden und man kann verstehen, warum die Beziehung keine Zukunft haben kann. Alles was Benjamin bisher erlebt hat liegt hinter ihm, aber es liegt noch alles vor dem Mädchen und alles was hinter dem Mädchen liegt, steht Benjamin noch bevor. Sie haben nur die Gemeinsamkeit des Augenblicks als sie gleich alt sind.
Hinzu kommt, dass sie schwanger wird und das Paar vor der Entscheidung steht, wie es weiter gehen soll, denn das Kind braucht einen Vater und irgendwann würde das Kind älter als sein eigener Vater sein.
Schweren Hezens trennen sich ihre Lebenswege, doch sie treffen sich immer wieder, denn trotz aller Umstände, ist und bleibt es für beide die große Liebe.
Zum Schluss ist ihnen noch eine kurze gemeinsame Zeit vergönnt, in der sie sich, bis zu seinem Tod, um ihn kümmert.
Von ihrer Liebe und Erinnerungskraft ist nicht mehr viel geblieben, da er sich an nichts mehr erinnern kann und seine Artikulationsfähigkeit nach und nach abnimmt.
Es ist traurig mitanzusehen, wie das Glück den beiden nicht vergönnt ist, wie gnadenlos vergänglich die Zeit ist, wie eindrucksvoll einem vor Augen geführt wird, wie kostbar die kurze Zeit ist, die man mit jemandem verbringen kann, wie schmerzvoll das Schicksal ist, wenn es den eigenen Lebensweg bestimmt, wie stark Liebe sein kann.
Ein sehr nachdenklicher Film, der durch seine philosophischen Momente eindrucksvoll in Erinnerung bleibt.
 
Der seltsame Fall des B.B.
Ein absolut toller und sehenswerter Film. War sehr begeistert endlich mal wieder einen guten Film zu sehen. Schade das ich da nicht im Kino war.